Montag, 29. September 2025

Liebe / Love:

https://meinnaturwissenschaftsblog.blogspot.com/2023/12/liebe.html

Ist Liebe dann schön, wenn jemand versucht, 
dreimal mehr auszudrücken als er erlebt?

Dazu ANONYM:

"Willst Du Dein Herz mir schenken,
so fang' es heimlich an,
dass unser Beider Denken
Niemand errathen kann."

Eben die Existenz von etwas Verborgenem
gibt dem Kennenlernen zu viel Reiz.

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Is love beautiful only when someone tries
to express three times more than they truly feel?

From ANONYMOUS:

"If you wish to give your heart to me,
then let it start in secret,
so that the thoughts we share
can be guessed by no one."

It is precisely the existence of something hidden
that lends so much allure to getting to know one another.

Grenzen des Erkennbaren / Limits of the Knowable:

https://meinnaturwissenschaftsblog.blogspot.com/2024/01/grenzen-des-erkennbaren.html

Der Gedanke:

Ein letzter Rest von Welt und Wirklichkeit, der sich der Beobachtung, auch der durch immer neue und bessere Instrumente verfeinerten Beobachtung, stets entziehen wird.

Übrig bleibt bloß ein inneres Ahnen, dass dieser Rest in den Dingen und auch im Menschen als einem bewusstes Lebewesen implizit vorliegt, wodurch ihm Bedeutung zukommt.

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Manches in dieser Welt wird mit Bedeutung, mit Sinn überstrahlt, scheint für uns Wert zu haben. So der Sternenhimmel in manchen Momenten oder Stunden. Schlüsselfrage hierbei: Wird in solchen Momenten etwas aufgefunden, das objektiv Bedeutung oder Sinn hat? Oder wird hier schlichtweg Bedeutung und Sinn in einen Gegenstand hineininterpretiert, der für sich genommen durch und durch bedeutungslos ist? Ist Bedeutung eine Erfindung oder sind Bedeutung und Sinn in Welt und Wirklichkeit tatsächlich vorhanden? Subjektiv gehen atheistische Weltvorstellungen von einer Sinnerfindung, religiöse Weltvorstellungen von tatsächlich vorhandenem Sinn aus.

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Einen guten Ansatz zu einer Lebenshaltung und Weltanschauung hat hier Freeman Dyson formuliert:
https://meinnaturwissenschaftsblog.blogspot.com/2023/11/thoughts-about-universe-or-how-to-live.html

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Fruchtbare Weltanschauungen sollten als Deutungen von Welt und Wirklichkeit nicht in Widerspruch zu erkannten oder abgesicherten Sachverhalten stehen.

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Moral:

Der Mensch kann sich im Laufe seines Lebens dem Schönen mehr und mehr zuwenden, er kann aber auch immer mehr Gleichgültigkeit gegenüber dem Schönen zeigen. Er kann im Laufe seines Lebens immer ehrlicher werden, er kann sich aber auch mehr und mehr verstellen, kann verlogener werden. Vorübergehend oder längerfristig können jeweils bestimmte Höhenlagen erreicht oder verteidigt werden.

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Wie intelligent oder erkenntnisfähig man ist, ist hochgradig genetisch festgelegt. Es macht also nur bedingt Sinn, sich über die Intelligenzhöhe zu definieren, da man kaum bewusste Entscheidungsmacht darüber hat, diese zu beeinflussen oder zu verändern. "Sei intelligenter!" beinhaltet keine brauchbare oder sinnvolle Aufforderung.

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Aufgaben und Verantwortlichkeiten machen viel von dem aus, wer wir sind. Das tagtägliche Entscheiden für und gegen Handlungen als die wichtigste Verantwortung eines Lebewesens mit Moralsinn.

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The Thought:

A final remnant of world and reality that will always escape observation — even observation refined by ever newer and better instruments.

What remains is merely an inner intimation that this remnant is implicitly present in things and also in the human being as a conscious living creature, thereby conferring meaning upon it.

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Some things in this world are illuminated with meaning, with sense, seeming to hold value for us. So, for example, the starry sky in certain moments or hours. The key question here: in such moments, is something being discovered that has objective meaning or sense? Or is meaning and sense simply being projected into an object that, taken by itself, is thoroughly meaningless? Is meaning an invention, or are meaning and sense genuinely present in world and reality? Subjectively, atheistic worldviews assume an invention of meaning; religious worldviews assume truly existing meaning.

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A good approach to an attitude toward life and worldview has been formulated here by Freeman Dyson:
https://meinnaturwissenschaftsblog.blogspot.com/2023/11/thoughts-about-universe-or-how-to-live.html

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Fruitful worldviews, as interpretations of world and reality, should not contradict established or well-founded facts.

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Morality:

A person can, over the course of life, turn more and more toward beauty, but can also show increasing indifference to beauty. A person can become ever more honest, but can also dissemble more and more, can become more deceitful. For shorter or longer periods, certain higher levels can each be reached or defended.

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How intelligent or capable of insight one is, is largely determined genetically. It therefore makes only limited sense to define oneself by one’s level of intelligence, since one has hardly any conscious decision-making power to influence or change it. “Be more intelligent!” does not contain any useful or meaningful appeal.

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Tasks and responsibilities make up much of who we are. The daily decisions for and against actions are the most important responsibility of a living being endowed with a moral sense.

Das Ferne / The Distant:

https://meinnaturwissenschaftsblog.blogspot.com/2024/01/das-ferne.html

Das Ferne hat schon den großen Reiz.
Gegenstände, bei denen es lange braucht,
sich anzunähern.
Bei denen gegebenenfalls Nähe
nicht hergestellt werden kann,
nicht erreichbar sein wird.

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The distant already holds great allure.
Objects that take a long time
to draw near.
That may not allow closeness
to be established,
that will remain out of reach.

Wertfindung / Value Discovery:

https://meinnaturwissenschaftsblog.blogspot.com/2024/03/wertfindung.html

Z.B.: Man erfasst den Wert, der sich in einem Text findet, und der von einer anderen Person in ihn hineingelgt wurde.

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Analog mit bildlichen Darstellungen: Das Wichtigste erschließt sich häufig nicht rein äußerlich, sondern braucht noch den Sprung "in die Sache hinein".

Bei Texten erfolgt dieser Sprung zuweilen Wochen oder Monate später. Bei bildlichen Darstellungen ebenso. Häufig lässt sich das erst lesen und auflesen, dem wir bereits anderswo begegnet sind. Erst wenn wir das Gesicht einer Sache kennengelernt haben, werden wir sie in Darstellungen auffinden können.

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For example: one grasps the value that is found in a text, a value that was placed there by another person.

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It works analogously with visual representations: the most important aspect often does not reveal itself purely on the surface but requires a leap “into the matter itself.”

With texts, this leap sometimes occurs weeks or months later. With visual representations it is the same. Often, we can only read and pick up what we have already encountered elsewhere. Only once we have come to know the essence of something will we be able to recognize it in its representations.

Sonntag, 28. September 2025

Weltanschauung / Worldview:

https://meinnaturwissenschaftsblog.blogspot.com/2024/02/weltanschauung.html

Ein höherer "Wille", ein innerlich wahrnehmbarer höherer Sinn, der in Welt und Wirklichkeit steckt - der Spannung in unser Leben bringt. Der "Stachel", der stets wieder erneut zur Tätigkeit antreibt. Und aus dieser Tätigkeit geht wiederum vieles hervor, was Wert und Sinn zu haben scheint.

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Die Welt ist so beschaffen, dass wir in ihr manch Ideales und manche Ideale finden können.

Wenn wir beispielsweise einem sehr ehrlichen Menschen begegnen, so können wir uns vergegenwärtigen, dass wir hier etwas "Idealem" begegnet sind.

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Rein pragmatisch ist es spannend, dass die Welt so beschaffen ist, dass sich in ihr viel technisch realisieren lässt.

Eine Welt wäre ebenso denkbar, in der sich nur wenig technisch realisieren ließe. Wo eine jede Zivilisation in einem "ewigen Mittelalter" bzw. in einem zivilisatorisch mittelmäßig hohem Zustand verweilen müsste. (Davon abgesehen sind Welten denkbar, in denen keinerlei Zivilisation entstehen könnte.)

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A higher “will,” an inwardly perceptible higher meaning that is embedded in the world and reality—bringing tension into our lives. The “thorn” that continually drives us back into action. And from this activity arises, in turn, much that seems to have value and meaning.

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The world is constituted in such a way that we can find in it certain ideals and aspects of the ideal.

For example, when we encounter a very honest person, we can recognize that here we have come upon something “ideal.”

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Purely pragmatically, it is striking that the world is structured such that much can be realized technically within it.

It would be just as conceivable for there to be a world in which very little could be realized technically—where every civilization would have to remain in an “eternal Middle Ages” or at a moderately high but stagnant level of development. (Apart from that, we can also imagine worlds in which no civilization could arise at all.)

Selbsteinschätzung mit zunehmenden Alter / Self-assessment with increasing age:

https://meinnaturwissenschaftsblog.blogspot.com/2024/04/selbsteinschatzung-mit-zunehmenden-alter.html

"Die Fähigkeit, eigene Fähigkeiten und Grenzen einzuschätzen, entwickelt sich oft mit Erfahrungen, die im Laufe des Lebens gesammelt werden. Menschen, die 40 Jahre alt sind, haben in der Regel mehr Lebenserfahrungen, berufliche Erfahrungen und persönliche Beziehungen erlebt als 20-Jährige. Diese Erfahrungen können dazu beitragen, dass sie ihre eigenen Fähigkeiten, Schwächen und Grenzen besser verstehen und realistischer einschätzen können.

Ein wichtiger Aspekt dieses Prozesses ist die Selbstreflexion, die oft mit zunehmendem Alter reift. Ältere Erwachsene haben möglicherweise mehr Gelegenheiten gehabt, aus Fehlern zu lernen, Erfolge und Misserfolge zu analysieren und Feedback von anderen zu erhalten und zu verarbeiten. Dies kann zu einer genaueren Selbsteinschätzung führen."

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"The ability to evaluate one’s own skills and limitations often develops through experiences gathered over the course of life. People who are 40 years old generally have more life experiences, professional experiences, and personal relationships than those who are 20. These experiences can help them better understand and more realistically assess their own abilities, weaknesses, and boundaries.

An important aspect of this process is self-reflection, which often matures with age. Older adults may have had more opportunities to learn from mistakes, to analyze successes and failures, and to receive and process feedback from others. This can lead to a more accurate self-assessment."

Gottglaube versus Atheismus / Belief in God versus Atheism:

Der Mensch fühlt etwas im Hintergrund dieser Welt

versus

"Im Hintergrund dieser Welt gibt es schlichtweg Nichts."

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Man senses something in the background of this world

versus

“In the background of this world, there is simply nothing.”